„Was kostet ein Logo eigentlich?“ Diese Frage höre ich oft. Und ich verstehe sie. Du suchst nach einer Zahl, kannst sie aber nirgendwo finden. Stattdessen liest du „ab 5 Euro“ auf Fiverr, „1.500 Euro“ bei einer Agentur und „individuell auf Anfrage“ bei den meisten Designern.
Damit du eine echte Orientierung bekommst, schreibe ich heute auf, was Logos wirklich kosten. Inklusive meiner eigenen Preise und was du dafür bekommst.
Kurz vorab: Ein gutes Logo bekommst du nicht für 50 Euro. Aber du brauchst auch nicht 5.000 Euro auszugeben. Realistische Preisspanne für ein durchdachtes Logo von einer Designerin: 400 bis 1.500 Euro netto.
Warum die Preise so weit auseinandergehen
Logo ist nicht gleich Logo. Wenn du dir bei Fiverr für 30 Euro etwas zusammenklicken lässt und ich dir für 749 Euro ein komplettes Branding mache, sind das zwei verschiedene Produkte mit demselben Namen.
Drei Dinge erklären die Preisunterschiede:
- Wer macht’s? Ein Algorithmus, eine Praktikantin in Pakistan, eine Werbeagentur in Frankfurt oder eine selbstständige Designerin aus Bad Orb. Die Stundensätze unterscheiden sich um den Faktor 50.
- Was bekommst du? Eine PNG-Datei oder ein vollständiges Paket mit Vektordaten, Style Guide und Nutzungsrechten.
- Wie viel Strategie steckt drin? Wird vorher gefragt, wer deine Kunden sind und wie du wirken willst, oder bekommst du einfach drei Vorschläge ohne Briefing?
Wenn du die Preise vergleichst, vergleichst du also keine Äpfel mit Birnen, sondern Äpfel mit Lego-Steinen.
Logo-Preise im Überblick: Was kostet was?
Logo-Generator (0 – 50 €)
Tools wie Canva, Looka oder Wix-Logo-Maker erstellen dir innerhalb von Minuten ein Logo. Du wählst Form, Farbe, Schrift, fertig.
Was du bekommst:
- Eine PNG-Datei in Standardqualität
- Manchmal eine SVG-Datei (gegen Aufpreis)
- Keine echten Nutzungsrechte (du teilst dein Logo mit anderen Nutzern, die ähnliche Vorlagen verwenden)
Wofür das reicht: Wirklich nur als Platzhalter, wenn du gerade testest, ob dein Business überhaupt anläuft. Für deine Geschäftsdrucksachen, deine Website oder eine Beschriftung kannst du das später nicht weiter nutzen.
Was du nicht bekommst: Eine eigene Bildmarke, eine durchdachte Farbwelt, die zu deiner Zielgruppe passt, Druckqualität, Beratung.
Fiverr, 99designs, Designenlassen (50 – 300 €)
Hier bekommst du ein Logo von einer Person, die du nie kennenlernen wirst. Die Designer auf diesen Plattformen sind oft im Ausland und arbeiten zu sehr niedrigen Stundensätzen.
Was du bekommst:
- Mehrere Entwürfe nach Briefing
- Ein bis drei Korrekturschleifen
- Liefer-Dateien in PNG, manchmal Vektor
Wofür das reicht: Wenn du wenig Geld hast und ein einfaches, generisches Logo brauchst. Funktioniert für reine Online-Geschäfte, bei denen die Marke austauschbar ist.
Was du nicht bekommst: Beratung, Strategie, Verständnis für deine Region, deinen Markt oder deine Werte. Häufig sind die Logos generisch oder ähneln Vorlagen, die der Designer auch anderen Kunden verkauft.
Werbeagentur (2.500 – 10.000 €)
Eine Agentur ist ein Team aus mehreren Personen. Du hast eine Projektleitung, eine Strategin, Designerinnen, einen Kundenservice. Entsprechend hoch sind die Stundensätze, oft 120 bis 200 Euro netto.
Was du bekommst:
- Workshop oder Strategie-Tag
- Markenpositionierung, Recherche, mehrere Entwürfe
- Vollständiges Corporate Design
- Brand-Manual auf Profi-Niveau
Wofür das reicht: Wenn du ein mittelständisches Unternehmen aufbaust oder ein Rebranding für eine etablierte Marke planst.
Was du nicht bekommst: Persönlichen Kontakt zur Designerin, die dein Logo zeichnet. Du sprichst meist nur mit einer Projektleitung.
Selbstständige Designerin (400 – 1.500 €)
Hier landest du bei mir und vielen meiner Kolleginnen. Wir arbeiten direkt mit dir, nehmen uns Zeit für ein echtes Briefing und liefern dir ein Logo, das zu dir passt.
Was du bekommst:
- Strategiegespräch (1 bis 2 Stunden)
- Zwei oder mehr Logo-Vorschläge
- Korrekturschleifen
- Alle Dateiformate für Web und Druck (SVG, PDF, PNG, JPG)
- Nutzungsrechte zeitlich und räumlich unbegrenzt
Wofür das reicht: Für Selbstständige, kleine Unternehmen, Praxen, Kanzleien, Gastronomie, Handwerk. Alle, die professionell auftreten wollen, aber nicht den Aufwand und das Budget einer Agentur stemmen wollen oder brauchen.
Was bei mir ein Logo kostet
Damit du eine konkrete Zahl hast: Bei mir bekommst du kein Logo als Einzelprodukt mehr. Das hat einen Grund, den ich gleich erkläre. Mein Branding-Paket startet bei 749 € netto.
In dem Paket steckt:
- Strategisches Erstgespräch zu deiner Zielgruppe und deiner Positionierung
- Zwei individuelle Logo-Konzepte mit jeweils mehreren Varianten (Hauptlogo, Untertitel, Hoch- und Querformat, Icon für Social Media)
- Zwei Korrekturschleifen, bis du zu 100 % zufrieden bist
- Farbwelt und Schriftauswahl, die zu deiner Marke passt
- Style Guide als PDF, damit du oder andere Dienstleister deine Marke einheitlich verwenden können
- Erste Drucksache deiner Wahl: Visitenkarte, Briefpapier oder Flyer
- Druckabwicklung inklusive (ich kümmere mich um Druckerei und Lieferung zu dir nach Bad Orb oder Umgebung)
- Volle Nutzungsrechte
Warum nur das Paket, kein Logo einzeln?
Weil ein Logo allein selten reicht. Du bekommst dann eine schöne Bildmarke. Aber wenn du sie auf deine Visitenkarte druckst, fragst du dich: Welche Schrift kommt drumherum? Welche Farbe nutzt du für deinen Slogan? Wie ordnest du dein Logo auf einer A4-Seite an?
Wenn du dieselbe Designerin nicht mehr fragst, weil sie ausgebucht ist, raten andere herum und der einheitliche Auftritt zerfällt nach drei Monaten.
Deswegen mache ich es im Paket. Dein Auftritt steht von Anfang an auf einem stabilen Fundament.
Was den Preis beeinflusst
Nicht jedes Logo-Projekt kostet gleich viel. Diese Faktoren machen einen Unterschied:
Komplexität des Designs
Ein Wortmarken-Logo (nur Schriftzug) ist günstiger als ein kombiniertes Logo aus Schrift und Bildmarke. Eine Bildmarke mit illustrativen Elementen ist aufwendiger als eine geometrische Form.
Anzahl der Anwendungen
Ein Logo, das nur auf einer Website lebt, ist einfacher zu entwickeln als eines, das auf Visitenkarte, T-Shirt, Schaufensterscheibe, Fahrzeug und Werbebanner funktionieren muss. Wenn du an mehreren Touchpoints sichtbar bist, brauchst du mehr Varianten.
Anzahl der Korrekturschleifen
Wenn du genau weißt, was du willst, geht alles schneller. Wenn du noch unsicher bist und mehrere Richtungen ausprobieren willst, dauert es länger.
Nutzungsrechte
Internationale Marken oder Nutzung als Schutzmarke sind oft separat zu kalkulieren. Bei den meisten kleinen Unternehmen in Bad Orb und Umgebung ist das nicht relevant, aber gut zu wissen.
Bildmaterial und Recherche
Manchmal gehört Marktforschung dazu: Konkurrenzanalyse, Mood-Board, Wettbewerbsabgrenzung. Bei kleinen Aufträgen ist das schlanker, bei größeren ein eigener Posten.
Was passiert, wenn du am Logo sparst
Wenn du 50 Euro für dein Logo ausgibst, hast du am Anfang das Gefühl, gut gewirtschaftet zu haben. Drei Probleme tauchen aber später auf:
Du wirkst austauschbar.
Wer ein Generator-Logo nutzt, sieht aus wie tausend andere. Deine Wunschkunden klicken weiter, weil sie keinen Grund haben, bei dir zu bleiben.
Du brauchst neue Druckdaten.
PNG reicht für Instagram. Für deine Visitenkarte oder einen Aufdruck auf der Schaufensterscheibe brauchst du Vektordaten. Die hast du beim Generator nicht. Also fängst du noch mal an.
Du machst es ein zweites Mal.
Die meisten meiner Kunden hatten vorher ein günstiges Logo. Nach zwei oder drei Jahren kommen sie zurück, weil ihr Business wächst und das Logo nicht mitkommt. Sie zahlen also zweimal: einmal für das günstige Logo, einmal für das richtige.
Rechne dir das aus: 50 Euro Generator + 749 Euro für das richtige Branding = 799 Euro. Du hast 50 Euro mehr ausgegeben, drei Jahre lang weniger professionell gewirkt und doppelt Zeit investiert.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Logo-Entwicklung?
Bei mir rechnest du mit etwa 4 Wochen für das komplette Branding-Paket. Ein reines Logo-Projekt würde 2 bis 3 Wochen dauern, bei Agenturen oft 6 bis 12 Wochen.
Kann ich auch ein Logo per Stundenhonorar machen lassen?
Ich biete das nicht an, weil du dann nie weißt, was am Ende auf der Rechnung steht. Pauschalpreise sind für dich planbar. Mein Stundensatz fließt in die Pauschale ein, aber das Risiko trage ich.
Was passiert, wenn mir keiner der Entwürfe gefällt?
Das ist mir noch nicht passiert, aber ich verstehe die Sorge. In der ersten Korrekturschleife können wir die Richtung komplett ändern, wenn nötig. Wenn du nach den zwei vereinbarten Korrekturschleifen immer noch unzufrieden bist, sprechen wir über den nächsten Schritt. Mein Ziel ist, dass du am Ende ein Logo hast, das du mit Stolz nutzt.
Muss ich in Bad Orb sein, um mit dir zu arbeiten?
Nein. Ich arbeite mit Kunden aus Bad Orb, Gelnhausen, Wächtersbach, dem Main-Kinzig-Kreis und auch außerhalb. Persönliche Termine sind möglich, vieles läuft per Video-Call.
Wie schütze ich mein neues Logo rechtlich?
Du kannst dein Logo beim DPMA als Wortbildmarke eintragen lassen. Die Gebühren liegen bei etwa 290 Euro (Anmeldung) für drei Waren- und Dienstleistungsklassen. Ich begleite dich gern, mache aber selbst keine Markenanmeldung. Dafür kennst du dich nach unserem Projekt mit deiner Marke besser aus als jeder Anwalt.
Bekomme ich Rabatt, wenn ich nur ein Logo will, ohne Drucksachen?
Mein Paket ist bewusst so geschnürt, dass alles zusammenhängt. Wenn du wirklich nur ein Logo brauchst und nichts darüber hinaus, kann ich dir Kolleginnen empfehlen, die das anbieten. Bei mir bekommst du dafür die ganze Marke aus einem Guss.
Was du jetzt tun kannst
Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Logo zu holen, dann frag dich vorher:
- Plane ich, in den nächsten Jahren mit meinem Business zu wachsen?
- Werde ich mit Kunden persönlich sprechen, gedruckte Materialien verteilen, an einem Stand stehen?
- Will ich beim ersten Eindruck Vertrauen schaffen oder reicht mir „irgendetwas, das nach Logo aussieht“?
Wenn du zweimal Ja gesagt hast, lohnt sich die Investition in ein professionelles Branding. Wenn nicht, reicht ein Generator-Logo am Anfang.
Bei mir bekommst du beides: ehrliche Beratung im Vorfeld, ob das Branding-Paket der richtige Schritt für dich ist, und ein Branding, mit dem du dich nicht mehr erklären musst.




